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Wirtschafts- und Betriebswissenschaften

Gerhard PERTILLER (2017)

Energy Manager Junior

Masterarbeit: "Nutzungsmöglichkeiten für Niedertemperatur-Abwärme der energieintensiven Industrie"


Die industrielle Produktion ist häufig der Quell für Abwärmen. Die zugrundeliegenden Prozesse definieren Kriterien für Stoff- und Energieströme die von Abwärmen erfüllt werden müssen, um im Produktionsprozess zu verbleiben. Erfüllen Abwärmeströme diese Kriterien nicht, müssen diese ungenutzt abgeführt werden. Auf diesem Weg verschwindet Energie aus dem Wirtschaftskreislauf. Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage der Bewertung von mehreren Möglichkeiten wie die Abwärme hinsichtlich ihrer energetischen und wirtschaftlichen Tragfähigkeit länger im Wirtschaftskreislauf gehalten werden kann.

Zu diesem Zweck wurden im theoretischen Teil der Arbeit die technischen und ökonomischen Aspekte durch eine ausführliche Literaturrecherche und Experteninterviews für die Fallstudie aufbereitet. Dabei wurde der Begriff der Abwärme näher beleuchtet, welche Potentiale gehoben werden können, den Einfluß der Bezugstemperatur auf diese und Hemmnisse die gegen eine Nutzung sprechen. Auf diesen grundlegenden Ausführungen beruht die Betrachtung der potentiellen Wärmesenken. Dabei wurden Nutzungsmöglichkeiten zur Stromerzeugung und thermischen Nutzung angeführt. Ein besonderer Fokus lag auf dem Temperaturbereich und dem zeitlichen Verlauf des Bedarfs an Abwärme. Darauf folgen die Grundlagen zur ökonomischen Bewertung, weshalb sich Start-ups für derartige Modelle eignen, den Mehrwert eines Businessplans für alle Beteiligten eines Projektes, den Inhalt eines Businessplans und die Ziele, die mit diesem im Rahmen dieser Arbeit erfüllt werden.

Im praktischen Teil dieser Arbeit wurde ein Businessplan für eine nachhaltige Garnelenfarm in der Obersteiermark (Österreich) als Fallstudie ausgearbeitet. Durch eine umfassende SWOT Analyse werden die Stärken und Schwächen erarbeitet und Strategien abgeleitet. Auf Basis dieser Strategien wurde ein Finanzplan erstellt, welcher alle im Businessplan beschriebenen Tätigkeiten finanziell abbildet. Dabei werden in der Investitionsrechnung die Kapitalwertmethode für die Fälle einer kostenlosen Wärmebereitstellung und einer Wärmebereitstellung zu marktüblichen Preisen verglichen. Abschließend lässt sich festhalten, dass eine Umsetzung nach aktuellem Stand aus rein wirtschaftlicher Sicht unwahrscheinlich erscheint.

 

 


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