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Wirtschafts- und Betriebswissenschaften

Christoph LESIAK (2014)

QM Junior

" Minimierung von feuchtigkeitsinduzierten Transportschäden" (Masterarbeit)


Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Auswirkung von feuchtigkeitsinduzierten Transportschäden im internationalen Containertransport. Es wird den Forschungsfragen nach den Ursachen und Einflussfaktoren für die Kondenswasserbildung innerhalb des Containers nachgegangen. Ziel dieser Arbeit ist es unter Berücksichtigung der Gesichtspunkte Kosten, Verfügbarkeit, Handling und Umwelt umsetzbare Schutzmaßnahmen zu erheben und zu analysieren.

Zu Beginn dieser Arbeit werden im Theorieteil auf Basis von Fachliteratur und Interviews mit unterschiedlichen Trockenmittelherstellern, einem Verpackungshersteller und einem Prüfinstitut unterschiedliche Belastungen während des Containertransportes diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Untersuchung des Kleinklimas im Container und der Entstehung von Ladungs- und Containerschweiß im Zuge von wechselnden klimatischen Faktoren. Der praktische Teil analysiert die IST-Situation von SEMPERMED und nimmt eine Klassifikation der Einflussfaktoren für die gegebene Transportsituation vor. Auf Basis der Erkenntnisse dieser Analysen werden umfassende Versuche in Zusammenarbeit mit den Produktionsstandorten in Malaysia und Thailand, einem Kunden in Deutschland und in Wimpassing (Semperit) zur Bestimmung von Feuchtequellen bei der Verladung, sowie der Entwicklung des Kleinklimas durchgeführt. Für die Aufzeichnung der Änderung von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit kommen Datalogger zum Einsatz. Bei den Untersuchungen zeigt sich auch der negative Einfluss von Feuchtigkeit auf die Stapelfähigkeit der eingesetzten Transportkartons aus Wellpappe. Die Transportkartons werden deshalb einer Untersuchung auf ausreichende Dimensionierung mittels BCT-Testung unterzogen. Die erzielten Messergebnisse der Versuche sowie der Labortestungen gehen in die Erstellung einer Feuchtebilanz für den Containertransport ein. In den Ergebnissen wird deutlich, dass sich für die gegebene Transportsituation bei SEMPERMED der Einsatz von Schrumpffolie bzw. Kühlcontainern als ungünstig erweist. Als zielführender unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen (Kosten, Handling, Verfügbarkeit und Umwelt) zeigt sich der abgestimmte Einsatz von Trockenmitteln und Garniermaterial in Kombination mit Eingangskontrollen der Container und vorgegebenen Verladeplänen.

 


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